Der Apfel der nicht rollen wollte !

Liebe Freunde, meine lieben Kinder,

hier ist eure Emma- Louise. Es ist ein wunderschöner Sonntagmorgen und ich liege auf dem Rücken im Zeitungsständer auf der Terasse und kaue auf einem Apfelgriebsch. Was für ein Septembertag. Die Sonne knallt auf die Terasse und ich geniesse die Ruhe.
Emma wollen wir Apfelkuchen backen ,höre ich Ihre Stimme aus Bibliothek. Blitzartig lasse ich mich aus dem Zeitungsständer kippen um nicht erwischt zu werden. Ich spucke das Kerngehäuse in den Geranienkasten und anworte zügig. Es dauert keine 20 Sekunden und Sie steht neben mir mit einem Korb in der Hand. Los, komm mit Äpfel sammeln. Das lasse ich mir nicht zwei mal sagen, bedeutet es doch im Schlosspark.
Längst ist es ein Ritual. Ich schiesse die Falläpfel mit der Pfote über den Rasen und Sie packt die Äpfel sorgsam in den Korb. Dies geht bereits eine halbe Stunde so als wir zu Äpfeln kommen die sich nicht über den Rasen schiessen lassen.
Also nehme ich einen der grünen Klopper in die Schnauze und schleppe Ihr den Apfel entgegen.
Kann man die Dinger essen? Die rollen gar nicht! Werden also auch nicht schmecken. Grün, hart und eckig. Sie zuckt mit den Schulter und lächelt.
Prinzessin ohne Ahnung denke ich mir. Egal der Korb ist voll. Wir gehen in die Küche.
Der Herd ist schon mit Buchenholz angeheizt und es knistert im Feuerraum.
Wir machen den Teig: 20 g Hefe, 250 G Weizenmehl, 150 g Dinkelmehl, 2 Esslöffel Zucker, 150 g Salzbutter,200 ml Vollmilch und – KEIN EI.
Sollte meine frisch gewaschene Schlittenhundpfote nicht zur Verfügung stehen gehen auch Haushaltsgeräte wie Kochlöffel etc.
So, Handtuch über die Schüssel zum “ gehen“ lassen, für eine Stunde. Ich halte eine Stunde Schönheitsschlaf auf der Küchenplatte und Sie schält die Äpfel.
Mit einem Auge beobachte ich das Schneiden der Äpfel in Achtelstücke. Die größten Stücke sind von meinem Monsterapfel.
Sorgsam trage ich diese Stücke auf „meine „Blechecke nachdem der Kuchenteig auf das gefettete Blech gekommen ist.
Auch ihr Warnhinweis, keine Tapsen in den Teig zu machen, kann mich nicht stoppen beim Belag zu helfen.
Das Holz im Ofen hat inzwischen eine gleichmäßige Glut gegeben und wir schieben das Blech in den alten Kohleofen.
75 Minuten ! Ein unnachahmlicher Geruch nach Pfannkuchen zieht aus der Küche bis in den Saal.
Sollten Eure Eltern eins dieser modernen Geräte mit Strom besitzen , bitte mit 125 Grad auf mittlerer
Schiene backen ohne Umluft.
Ein verschenktes Stück Kuchen von meiner Ecke an einen alten Mann in der Nachbarschaft brachte
die Erklärung. Oh Emma , Kuchen von einem 100 Jahre alten wilden Apfelbaum.
Das sind Äpfel eines Horneburger Pfannkuchenapfels und eines Winterglockenapfels. Die sind eckig
und viele verschmähen diese. Sie kommen aus dem sogenannten -Alten Land -und stehen dort ab und zu noch in Obstplantagen
Rollt nicht, schmeckt fantastisch. Ich werde mich auf meiner nächsten Reise für Euch auf die Suche machen.

Bis Bald
EURE EMMA LOUISE

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